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Rosenheimer Grüne haben Genossenschaften zum Thema.

Montag, den 07.12., widmete man sich im Rahmen der Ortsversammlung von Bündnis 90/Die Grünen im Gasthaus „Mailkeller“ dem Thema Genossenschaften und deren positiver Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft.

Mit der Gründung der Solargenossenschaft Rosenheim habe man das Ziel verfolgt, den südost-bayerischen Raum mit Strom aus nachweislich regenerativen Energiequellen zu versorgen. Dabei gehe man wirtschaftlich vor, strebe aber nicht nach Gewinnmaximierung, so Franz Lukas, Vorsitzender der Grünen Stadtratsfraktion und Vorstand der Solargenossenschaft. Vielmehr verwende man anfallende Profite zur weiteren Förderung erneuerbarer Energien wie Solar, Wind- oder Wasserkraft. Im Grunde folge man dem Prinzip Friedrich Wilhelm Raiffeisens – bekannter Sozialreformer sowie Ideen- und Namensgeber der Raiffeisenbank – dass durch vereinte Kräfte erreicht werden könne, was dem Einzelnen nicht möglich sei.

Dies spiele auch im genossenschaftlichen Wohnungsbau eine grundlegende Rolle, so Verena Weindel, Vorstandssprecherin der Rosenheimer Grünen. Als Beispiel führte sie die Münchener Wohnbaugenossenschaft „Wagnis“ an, und zeigte, wie dadurch bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden könne, in dem eine selbstorganisierte und generationsübergreifende Lebensweise und ein gemeinschaftliches Miteinander gepflegt werden können. Für Grünen-Stadträtin Judith Kley-Stephan böte genossenschaftlicher Wohnungsbau die Chance, allen Rosenheimer Bürgerinnen und Bürgern bezahlbare Wohnungen zu bieten. „Um dies zu realisieren, bedarf es aber einer Förderungen von Seiten der Stadt, wie es auch in München der Fall ist.“, so die Stadträtin.

Maria und Rudolf Finsterwalder, Gründer der Simsseer Weidefleisch eG, planen zwar keine neuen Wohnungen, dafür aber eine hauseigene Warmfleischmetzgerei samt Verkaufsladen und Imbiss. Verwirklicht werde dies auf dem Gelände der „Landlmühle“ in Stephanskirchen. Für das Ehepaar stehe dabei der achtsame Umgang mit den Tieren im Einklang mit der Natur im Mittelpunkt. Das Ziel sei eine symbiotische Biolandwirtschaft, bei der die verschiedenen Tiere gemeinsam und zum gegenseitigen Nutzen auf einer Weide leben. Noch bestehe die Möglichkeit, Anteile an der Genossenschaft zu erwerben, wobei etwaige Überschüsse in Zukunft in Wurst- und Fleischwaren ausbezahlt werden sollen.

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