Plädoyer für den Klimaschutz

cxhSg5KoGrüner Landesvorsitzender besucht Landkreis.

Am Dienstag, den 22.03., besuchte Eike Hallitzky, Landesvorsitzender der bayerischen Grünen, auf Einladung des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen, den Landkreis Rosenheim. Ziel waren ein Vernetzungstreffen mit dem Rosenheimer Solarförderverein und der Solargenossenschaft Rosenheim sowie eine Filmvorführung im Gasthaus „Mail Keller“.

Der Dokumentarabenteuer „Zwischen Himmel und Eis“ des Oscarpreisträgers Luc Jacquet (Die Reise der Pinguine) zeigt einen Planeten von unermesslicher Schönheit aber auch großer Zerbrechlichkeit. Das bildgewaltige Naturepos mahnt vor der endlichen Belastbarkeit unserer Erde und plädiert auf bewegende Weise für den Klimaschutz. Dieser ist auch für Eike Hallitzky von äußerst hoher Priorität und potenzielle Lösung zahlreicher Folgeprobleme. Beispielsweise ist der menschengemachte Klimawandel mittlerweile zu einer der Hauptfluchtursachen avanciert. So mangelt es aufgrund des erhitzten Klimas mittlerweile in vielen Teilen Syriens an Wasser, was vor allem der Landwirtschaft erheblichen Schaden zufügte. Ihrer Existenzgrundlage beraubt zogen Bauernfamilien in die ohnehin schon überfüllten Städte wie Damaskus oder Homs. Ein weiterer erheblicher Stressfaktor für das ohnehin zerrissene Sozialgefüge des Landes. „Wassermangel setzt Gesellschaften unter Druck und Gesellschaften, die unter Druck stehen, sind anfälliger für Gewalt.“, fasst der Landesvorsitzende der bayerischen Grünen die Situation zusammen. Für ihn liege dabei die Hauptverantwortung der folgenschweren Klimaerhitzung bei den Industriestaaten und somit auch Deutschland.

Anstatt sich dies jedoch ehrlich einzugestehen und konsequent gegenzusteuern gebe sich Große Koalition aus Union und SPD in Berlin, wie auch die CSU in Bayern, mit fadenscheinigen Lippenbekenntnissen zufrieden. Das Ergebnis seien weiterhin steigende Treibhausgasemissionen. Vor allem der nach wie vor hohe Anteil von Kohleenergie am deutschen Strommix trage daran einen besonders großen Anteil, so Eike Hallitzky. Für ihn werde Klimapolitik als ganzheitliche Querschnittsaufgabe, vor allem von der bayerischen Energieministerin Ilse Aigner, zu wenig ernst genommen. „Das bayerische Engagement ist im bundesrepublikanischen Vergleich geradezu marginal und anstatt aktiv zu werden verordnet Frau Aigner weiterhin Nichtstun.“. Bewusster Konsum, nachhaltige Landwirtschaft, eine durchdachte Verkehrsplanung, energiesparende Heiz- und Dämmkonzepte sowie eine konsequente Energiewende bergen für ihn das größte Potenzial, die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Politisch sieht er diese Themen bei den Grünen am besten aufgehoben: „Natur- und Klimaschutz sind zurecht Politikfelder, in denen uns viel zugetraut wird. Wir werden uns weiterhin fokussiert dafür einsetzen, diesem Vertrauen gerecht zu werden.“.

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