Wider dem Postfaktischen

Margarete Bause besucht Rosenheim.

Rosenheim, 21.11.2016 – Vergangenen Montag, den 14.11., besuchte Margarete Bause, Vorsitzende der Grünen Landtagsfraktion, auf Einladung des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen, die Stadt Rosenheim. Ziel waren unter anderem ein Roundtable zum Thema „(Aus)Bildung jugendlicher Flüchtlinge“ mit Lehrkräften, ehrenamtlichen Helfern und der IHK sowie eine Abendveranstaltung im Gasthaus „Mail Keller“.

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Der Rosenheimer Vorstand mit Margarete Bause – V.l.n.r.: Franz Lukas, Franz Meier, Margarete Bause, Maria Förg, Verena Weindel, Martin Knobel, Judith Klee-Stephan

Es war ein Schock in der Magengrube, dass ein offener Sexiest und Rassist, der nur auf seinen eigenen Vorteil fokussiert ist und keinerlei Ahnung von Politik hat, das mächtigste Land unserer Erde regieren wird.“, so kommentiert Margarete Bause die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die Fraktionsvorsitzende der bayerischen Landtagsgrünen zeigt sich bei ihrer Rede im Rahmen der Grünen Ortsversammlung beunruhigt. Nicht nur von den Entwicklungen in Übersee, sondern auch hier in Europa und Deutschland. So gewinnen reaktionäre und populistische Tendenzen für viele Bürgerinnen und Bürger zusehends an Attraktivität. Vieles, wofür die Grünen in den vergangenen 30 Jahren gekämpft haben, und mittlerweile zum Kernverständnis unserer liberalen Gesellschaft gehöre, stehe nun wieder zur Disposition, so Bause. Für die Grüne Landespolitikerin, die im kommenden Jahr den Sprung nach Berlin wagen möchte, ist die Vergangenheit jedoch nicht der heimelige Zufluchtsort, für den ihn viele halten. Vielmehr seien im Vergleich zu heute die ersten Jahrzehnte nach dem Krieg eine Zeit der Unfreiheit gewesen, in der Frauen per Gesetz schlechter gestellt waren, Homosexualität verboten war und Kinder geprügelt werden durften.

Lebenselixier für eine gesunde Gesellschaft

Trotz dieser widrigen Situation zeigt sich Margarete Bause jedoch noch immer kämpferisch. „Die Mehrheit der Gesellschaft teilt unsere Haltung, beispielsweise beim Klimaschutz, bei Europa oder hinsichtlich unserer freiheitlichen Werte. Es muss uns gelingen, diejenigen zu mobilisieren, die erkannt haben, dass wir sehr viele zu verlieren haben.“, so Bause. „Wir müssen dahingehen, wo es weh tut, für unsere Haltung einstehen und uns der Debatte stellen, denn von zivilisiertem Streit lebt eine gesunde Gesellschaft, unzivilisierter hingegen spaltet sie.“.

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